Wann zahlt das Sozialamt? Wann zahlt das Sozialamt?

Das Sozialamt übernimmt Kosten für Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung und pflegerische Betreuung, wenn das eigene Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen nicht ausreicht. Das Sozialamt leistet auch Hilfen, falls kein Anspruch auf Leistungen des PVG besteht oder die Sachleistungen des PVG nicht ausreichen, um den individuellen Bedarf zu decken.

Wer Anspruch auf Leistungen des PVG hat, kann neben der evtl. erforderlichen Pflegekostenübernahme durch das Sozialamt zusätzlich ein pauschales Pflegegeld je nach Pflegestufe erhalten. Das Pflegegeld kann aber bei Einsatz einer Sozialstation um maximal 2/3 gekürzt werden. Pflegegeld vom Sozialamt wird allerdings nur dann gezahlt, wenn Sachleistung nach PVG in Anspruch genommen wird. Beim Bezug von (anteiliger) Geldleistung nach PVG wird das von der Pflegekasse gezahlte Pflegegeld in voller Höhe auf das Pflegegeld des Sozialamtes angerechnet.

Das Sozialamt übernimmt nur dann Leistungen, wenn die Antragsteller die erforderlichen Hilfen nicht aus dem eigenen Einkommen oder Vermögen finanzieren können. Für die Pflege gelten folgende Freibeträge (d.h. über diese Einkünfte/Vermögen darf der Antragsteller verfügen).

Falls Sie die unten aufgeführten Einkommensgrenzen überschreiten, müssen Sie sich nur mit dem Betrag, der oberhalb der Freibeträge liegt, an den Pflegekosten beteiligen.

Freibeträge beim Antrag auf Übernahme der Pflegekosten:

 

 

Einkommensfreibetrag bei Pflegebedürftigkeit für eine alleinstehende Person: unabhängig vom Pflegegrad der Pflegeversicherung:

€ 818,00
+ die Kosten der Kaltmiete

+ ggf. Familienzuschläge für weitere Familienmitglieder, die vom Antragsteller überwiegend unterhalten werden:

€ 368,00

Vermögensfreibetrag (Ersparnisse/Sparguthaben etc.):

bei allen Pflegegraden bis zu:

€ 5.000,00

+ ggf. Familienzuschlag für Ehepartner

+ € 5.000,00

+ ggf. Familienzuschlag für jede weitere Person

+ € 500,00

 

 

Die Pflegeeinstufung wirkt sich aber auf den selbst einzusetzenden Betrag aus, mit dem das Einkommen ggf. den Einkommensfreibetrag übersteigt. Es muss je nach Pflegegrad das Einkommen oberhalb der Freigrenze nur anteilig eingesetzt werden. Eine genaue Berechnung erfolgt durch den Sozialhilfeträger.